Geschlossener Reihen gegen AfD-Angriff auf Concordia-Sportplatz
- neutzercdu-goch
- 22. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Große Ratsmehrheit gegen AfD Prüfantrag.
Die Sondersitzung des Rates der Stadt Goch am 19. Mai 2026 brachte der AfD-Fraktion und ihrem fragwürdigen Prüfauftrag zur möglichen Veräußerung der Vulkeskuhle – der Heimat von Concordia Goch, einem Traditionsverein mit über 100-jähriger Geschichte, eine empfindliche Niederlage bei.

Bereits vor Beginn der Sitzung zeigte sich auf dem Gocher Marktplatz, wie groß der Widerstand gegen die AfD-Bestrebungen war. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger hatten sich zu einer Demonstration für den Erhalt der Sportstätte und gegen die Politik der AfD versammelt. Ratsmitglieder aller demokratischen Parteien sowie Bürgermeister Stephan Luyven (CDU) suchten dort bewusst das Gespräch mit den Demonstrierenden und setzten damit ein klares Zeichen der Solidarität mit den Vereinen und dem Ehrenamt in unserer Stadt.
Im Ratssaal setzte sich dieses Bild fort: Die Zuschauertribüne war beim entsprechenden Tagesordnungspunkt, der von Bürgermeister Luyven vorgezogen worden war, bis auf den letzten Platz gefüllt.

Der Versuch der AfD, ihren Antrag nachträglich schönzureden, scheiterte jedoch. In teilweise emotionalen, zugleich aber durchweg sachlichen Wortbeiträgen machten Ratsmitglieder aller übrigen Fraktionen deutlich, wie realitätsfern und unausgegoren der Antrag war. Der AfD wurde dabei nicht nur inhaltlich widersprochen – ihr wurde auch handwerkliche Schwäche bei der Erstellung des Papiers attestiert.
Besonders klar äußerte sich der CDU-Fraktionsvorsitzender Marc Groesdonk. Sein Vergleich, das Vorgehen der AfD gleiche einer „Brechstange auf den Kopf der Vereine“, brachte die Stimmung im Saal auf den Punkt. Dass ihm daraufhin von AfD-Ratsmitlgied Thüs vorgeworfen wurde, seine Fraktion beleidigt zu haben, zeigte vor allem eines: Die AfD ließ an diesem Abend jegliches Gespür für die Tragweite ihres eigenen Handelns vermissen.
Unter tosendem Applaus aus Zuschauerreihen und von Ratsmitgliedern wurde die breite Front der Ablehnung gegen diesen Antrag immer wieder deutlich sichtbar. Die Botschaft war eindeutig: Goch steht hinter seinen Vereinen und lässt nicht zu, dass gewachsene Strukturen und ehrenamtliches Engagement leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.
Die demokratischen Fraktionen im Rat haben an diesem Abend ein starkes Zeichen gesetzt: für Vereine, für Ehrenamt, für Verlässlichkeit und gegen populistische Schnellschüsse auf dem Rücken der Gocher Sportlandschaft.





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