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CDU Goch kritisiert Büchereineubau


„Es ist in meinen Augen niemandem zu vermitteln, dass wir in Zeiten, in denen in allen Bereichen die Kosten explodieren und die städtischen Finanzen einer mehr als bedenklichen Entwicklung entgegensteuern, beschließen, eine neue Stadtbücherei zu bauen, ohne die Kosten und somit die Auswirkungen auf die städtischen Finanzen zu kennen.“, sagt Marc Groesdonk, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Gocher Christdemokraten. Groesdonks Kritik richtet sich gegen den Ratsbeschluss zum Bau einer neuen Stadtbücherei auf dem Gelände gegenüber dem Gocher Bahnhof. Die Kosten für das Projekt sollen jedoch erst zukünftig ermittelt werden. Aus Sicht der Christdemokraten ein Unding. Dabei geht es der CDU bei Ihrer Kritik nicht um den neu zu errichtendem Kindergarten. Dass dieser notwendig ist, ist für Groesdonk und seine Fraktionskollegen unstrittig. Den Neubau einer Bücherei in einer weiteren Etage oberhalb des Kindergartens lehnen die Christdemokraten jedoch ab. Marc Groesdonk dazu: „Der geplante Neubau der Stadtbücherei mit annähernd 600m² Fläche wird voraussichtlich einen mittleren einstelligen Millionenbetrag verschlingen, während wir an anderer Stelle in unserer Stadt nicht in der Lage sind, dringend notwendige Schulsanierungen durchzuführen.“


Und noch ein weiterer Punkt stößt der CDU auf. „Parallel zum näher rückenden Anschluss des Ostrings an den Nordring ist geplant, den Bahnübergang an der Kalkarer Straße zu schließen. Dann befindet sich die geplante Stadtbücherei nicht mehr im Herzen der Stadt Goch, sondern ist für Besucher, die jenseits der Bahnlinie wohnen, nur noch mit großen Umwegen zu erreichen.“ sagt Andreas Sprenger, der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten. Er und seine Fraktion möchten für die Stadtbücherei, die sich derzeit noch im alten Autohaus Boumans an der Pfalzdorfer Straße befindet, eine stadtnähere Lösung finden. Möglichst in einem schon bestehenden Gebäude. Andreas Sprenger dazu: „Wir sehen den hohen Stellenwert der Bücherei für die Stadt Goch. Aber vor so einem Beschluss hätte erst einmal über neue Konzepte für die Bücherei geredet werden müssen und die Möglichkeit, die Bücherei im Herzen der Stadt zu verankern.“


Diese Pressemitteilung haben wir am 10.11.2022 um 17:45 Uhr an die Rheinische Post, die NRZ, die Niederrhein Nachrichten und den Lokalklick versandt.