Stadt Goch steigert Personalkosten um stolze 27 Prozent in fünf Jahren

asp

Die Gocher Christdemokraten haben bei der jüngsten Haushaltsberatung die Entwicklung der Personalkosten deutlich kritisiert. Waren es in 2016 noch 11,3 Millionen Euro, so sind im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr 2020 insgesamt 14,3 Mill. Euro Personalkosten vorgesehen. Das ist eine Steigerung um satte drei Millionen Euro bzw. 27 Prozent.

Hierzu stellt der Fraktionsvorsitzende der Gocher CDU, Andreas Sprenger, fest: „Ulrich Knickrehm sprach 2016 in seiner ersten Haushaltsrede nach der Bürgermeisterwahl noch davon, dass bei den Finanzen der Stadt ein strikter Kurswechsel unverzichtbar sei. Diesen Kurswechsel hat der Bürgermeister nun vollzogen - leider jedoch in die völlig falsche Richtung. Die Personalkosten im städtischen Haushalt wurden in nur wenigen Jahren um 27 Prozent aufgebläht. Von einer Konsolidierung der städtischen Finanzen kann hier keine Rede mehr sein. Auch dieses Jahr stellt der Bürgermeister fleißig neues Personal ein, auch wenn ein deutlicher wirtschaftlicher Abschwung droht, der sich im nächsten städtischen Haushalt niederschlagen wird.“

Einzig und allein den enorm gestiegenen Steuereinnahmen der letzten Jahre ist es zu verdanken, dass die Jahresabschlüsse der letzten Jahre nicht mit einem Defizit endeten. In einem Zeitraum von gerade mal 5 Jahren steigerten sich die Steuereinnahmen der Stadt Goch von 27 Millionen Euro in 2014 auf 42,7 Millionen Euro in 2018, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Sprenger.

Im dem von der Kämmerin vorgelegten Haushaltsentwurf der Stadt Goch für das Jahr 2020 wird bereits darauf hingewiesen, dass in den Jahren 2022 und 2023 die Erträge der Stadt voraussichtlich nicht ausreichen werden, um die geplanten Aufwendungen zu decken.

Für 2022 wird mit einem Verlust von knapp 700.000 Euro gerechnet, für 2023 sogar mit einem Verlust von 1,33 Mill. Euro. Vor diesem Hintergrund ist der Personalzuwachs in der Verwaltung umso bemerkenswerter.