Gocher Werbering und CDU diskutieren über Innenstadtentwicklung

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Der geschäftsführende Vorstand der Gocher CDU traf nun den Vorstand des Werbering Goch e.V. zu einem mehrstündigen Gespräch über die Weiterentwicklung der Gocher Innenstadt. Zu dem Treffen hatte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Stefan Rouenhoff eingeladen.

Ziel des ersten Treffens war es, gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie die Attraktivität und Aufenthaltsqualität im innerstädtischen Bereich verbessert werden kann, um die Besucher der Innenstadt zum Verweilen einzuladen und Gochs Zukunft als Einkaufsstadt zu sichern.

An Ideen und Ansätzen mangelte es in der Runde nicht. Der öffentliche Raum müsse attraktiver gestaltet werden. Das gelte etwa für den Marktplatz oder für den Bereich rund um das Steintor. Auch bauliche Veränderungen und verkehrsberuhigende Maßnahmen seien hier, aber auch an anderer Stelle notwendig, so mehrere Stimmen aus Werbering und CDU.


Klaus Völling, Leiter der CDU-Arbeitsgruppe ‚Wohnen, Infrastruktur, Stadtentwicklung‘ erklärte, dass bereits Pflanzenbeete, Blumenampeln, eine attraktive Möblierung und einheitliche Sonnenschirme das Erscheinungsbild der Stadt erheblich verbessern können, ohne hierfür Unsummen ausgeben zu müssen. „Die CDU hat dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung hier Vorschläge unterbreitet, auf deren Umsetzung wir nun hoffen,“ so Völling.

Johannes Hondong, Beisitzer im Werberingvorstand erklärte, dass die Stadt Goch aus ihrer Lage an der Niers deutlich mehr machen könne als bisher. So wäre eine neue Nutzung des Verkehrsgartens im Gocher Stadtpark wünschenswert. Der Tierpark in der Gemeinde Weeze zeige hier beispielhaft, wie öffentliche Räume belebt werden könnten.

Für die Nierswelle schlugen Werbering und CDU bessere Anlegemöglichkeiten für Paddler sowie einen Biergarten oder eine Beach-Bar vor. Mehrere Teilnehmer plädierten außerdem für regelmäßige Events auf dem Marktplatz, etwa ein wöchentlicher Trödel- oder Schlemmermarkt, um vermehrt Touristen und Gäste aus dem Umland in die Innenstadt zu locken. Die Teilnehmer waren sich außerdem darin einig, dass ein breiteres gastronomisches Angebot ein weiteres wichtiges Element zur Belebung der Gocher Innenstadt sei.

Die Vorstandsmitglieder des Werberings regten an, in der Stadtverwaltung eine neue Stelle für einen City-Manager zu schaffen, der sich ausschließlich um das Stadtmarketing und die Strukturierung und Koordinierung der Innenstadtentwicklung kümmert. „Es ist fünf vor zwölf. Ein Innenstadtkonzept ist dringend notwendig, damit unsere Innenstadt auf mittlere bis lange Sicht nicht ausblutet. Dies erfordert auch, dass sich Einzelhändler, Immobilienbesitzer und Kapitalgeber an einen Tisch setzen“, so Werbering-Vorstand Jörg Thonnet.

Zur Sprache kamen auch die bisherige Parkraumbewirtschaftung und die Schaffung eines Parkleitsystems, welches für auswärtige Besucher als dringend erforderlich angesehen wurde.

Die CDU sicherte zu, die Ideen und Anregungen des Gocher Werberings in ihre politische Arbeit einfließen zu lassen und den Austausch mit dem Werbering fortsetzen zu wollen. Werbering und CDU vereinbarten, über die Zukunft der Innenstadt in einem größeren Teilnehmerkreis und gesonderten Veranstaltungsformat ‚Gocher Innenstadt 2030‘ diskutieren zu wollen.

„Unsere Einzelhändler stehen im Wettbewerb mit dem Internethandel und attraktiven Innenstädten diesseits und jenseits der deutsch-niederländischen Grenze. Deshalb müssen wir neue Ideen und Ansätze entwickeln und umsetzen, um unsere Innenstadt für die Zukunft zu rüsten. Unsere Stadt hat großes Potenzial. Dieses Potenzial müssen wir heben,“ so der CDU-Fraktionsvorsitzende im Gocher Stadtrat Andreas Sprenger.