• Schrift vergrößern
  • Schrift vergrößern
  • Standard wiederherstellen
  • Schrift verkleinern
  • Schrift verkleinern

Senioren lernen ihre Handys kennen

Rheinische Post (2. März 2019) von Anja Settnik

goch Ein Workshop, von der Firma Thonnet und der Senioren-Union angeboten, schult in Goch nach.Die meisten älteren Menschen besitzen ein Smartphone. Doch viele nützliche Funktionen ihres Gerätes sind ihnen unbekannt.

Der Blick in das Schaufenster eines Elektronikfachhandels oder eines Mobilfonanbieters weckt bei vielen Menschen Begehrlichkeiten. Nicht nur bei ganz jungen übrigens - auch die Älteren zeigen immer mehr Interesse an den schicken Smartphones mit ihren immer neuen Funktionen. Bloß geht es zahlreichen Nutzern so, dass sie ohne Anleitung nicht wirklich dahinter kommen, was alles möglich ist mit dem Handy, das heute eben weit mehr kann als nur eine Telefonverbindung herstellen.Viele Mitglieder der Gocher Senioren-Union haben in den vergangenen Wochen die Einladung von Jörg Thonnet genutzt, in seinem Geschäft spannende Funktionen des Handys kennenzulernen.

Anfänger, Einsteiger, Fortgeschrittene - zu welcher Kategorien gehört der einzelne Teilnehmer? Wem das Internet noch fremd ist und wer mit grundlegenden Begriffen nichts anzufangen weiß, der wird in der Anfängergruppe richtig aufgehoben sein. Die meisten  Älteren, die ein Smartphone besitzen, haben schon ein wenig Ahnung, ihnen fehlt nur die Übung. Und vielleicht das Zutrauen in ihre eigenen Fähigkeiten. Echte Cracks sind die wenigsten; wer allerdings die vorherigen Workshops schon besucht hat, könnte bei den Fortgeschrittenen, die sich um die Cloud oder Virtual Reality kümmern, durchaus mithalten.

An diesem Tag sortieren Jörg Thonnet, sein Sohn Tim und ein Vertreter einer Mobilfon-Firma die Anwesenden gleich vor Ort. Sehr sensibel geht der Chef mit den Gästen um, die er ja keinesfalls vor den Kopf stoßen möchte. Wie fragt man, wer was kann? Thonnet lädt „die etwas Erfahreneren“ ein, in den Bereich des Ladens zu gehen, in der der Kollege wartet. „Wer hat schon mal eine App  installiert?“ Vielfaches  Kopfschütteln. „Wer hat schon mal per What’sApp einen Standort verschickt?“ Betretenes Schweigen. „Und wer kann per Google navigieren?“ Die Gruppe bleibt übersichtlich.

Dann gibt es noch die Apple-Anhänger (i-Phones), die mit Sohn Tim in eine Ecke zwischen Fernseher und Kleingeräten marschieren, die deutlich größte Truppe bleibt beim Inhaber. Der zeigt sich als Mann mit Geduld und einigem pädagogischen Talent. Egal, wie laienhaft die Fragen sind - Jörg Thonnet schafft es, dass sich niemand bloßgestellt fühlt. Sowohl Frauen, als auch einige Männer müssen ziemlich weit vorne anfangen. Zum Beispiel kennenlernen, wie das Internet-Icon aussieht oder hinter welchem Piktogramm sich die Kamera ihres Handys verbirgt.

Ein etwas verzweifelt wirkender Senior muss wirklich Grundlegendes erfragen. Aber das ist nicht seine Schuld: „Meine Kinder haben gesagt, ich brauch’ kein Handy mit Internet“, erzählt er. Aber das sieht der 80-Jährige zum Glück anders, zumal ihn die Enkel bereits auf die Spur gesetzt haben. Thonnet zeigt ihm zum Beispiel, wie er RP online im Café aufrufen und den Artikel nachlesen kann, für den er vielleicht am Morgen keine Zeit hatte. Und dass nicht unbedingt das eigene Datenvolumen reduziert werden muss, wenn man in einem Lokal ist - WLan statt mobiler Daten ist die Lösung! Da geht einer Dame ein Licht auf: „Ach, jetzt weiß ich, was mobile Daten sind. Bei mir zu Hause geht das Internet nämlich, aber unterwegs nur manchmal.“

Eine Rentnerin sammelt in ihrem Smartphone ungezählte Schnappschüsse von Familie, Tieren und Reisen, weiß aber nichts wiederzufinden. Was tun? Alben anlegen, eine Cloud nutzen, Daten auf den heimischen PC überspielen oder mit einem Stick in den Drogeriemarkt gehen und Papierabzüge anfertigen lassen - alles möglich. Wolfgang Pitz, der umtriebige Vorsitzende der Gocher Senioren Union, freut sich über das rege Interesse, ist sogar ein bisschen stolz. Denn schließlich kam der Vorstand auf die Idee dieses Angebots. Weil auch viele Ältere nicht immer nur Kaffee trinken und Rad fahren wollen, sondern sich auch mit aktuellen Themen beschäftigen und sich auf neue Herausforderungen einlassen sollten. Das hält nämlich jung.

Das Internet samt Google (eine Suchmaschine reicht, finden alle) ist eine tolle Sache. Wer etwa „Goch“ eingibt, kann dort Konzerttermine oder die Öffnungszeiten  der Stadtbücherei nachsehen. Auch Apps sind praktisch: Wie das Wetter wird  kann man so ganz schnell sehen, und wenn gar ein Unwetter droht oder ein Großbrand sich der Stadt nähert, dann ist „Nina“ eine gute Hilfe. Die Workshop-Teilnehmer sind begeistert und noch längst nicht fertig mit dem Lernen.


Gocher CDU Senioren besuchen RP Druckere…

Gocher CDU Senioren besuchen RP Druckerei

50 Mitgliedern der Gocher CDU Senioren Union auf einer Tagesreise nach Düsseldorf. Zunächst besuchte die Gruppe auf Einladung unseres Landtagsabgeordneten Dr. Günther Bergmann den Landtag. Im Anschluss gab es eine...

Weiterlesen...

Windkraftanlagen im Reichswald – Wohl od…

Im Rahmen einer offenen Mitgliederversammlung laden wir alle interessierten CDU-Mitglieder sowie Bürgerinnen und Bürger zur Diskussionsrunde „Windkraft im Reichswald – Wohl oder Übel?“ ein. Die Veranstaltung soll über die jüngsten Entwicklungen...

Weiterlesen...
© CDU Goch 2019 Erstellt mit dem CDU-Baukasten unter Joomla! Ein Service der VANAMELAND