Gocher CDU diskutierte über Windkraft im Reichwald

Im Rahmen ihrer Anfang des Jahres gestarteten Veranstaltungsreihe „Klartext“ hatte die Gocher CDU in der vergangenen Woche zur Diskussion über die geplante Errichtung von Windrädern im Reichswald eingeladen. An der Veranstaltung nahmen rund 100 Gäste teil. Unter dem Titel „Windkraftanlagen im Reichswald – Wohl oder Übel?“ diskutierten Befürworter und Gegner über die auf dem Kranenburger Gemeindegebiet geplanten Windräder.

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Nach einer Einführung in die Geschichte und Nutzung des Reichswaldes durch Dr. Jan G. Smit vom Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz kam es zu einer lebhaften Diskussion. Antenne-Niederrhein-Moderator Christoph Kepser, der durch den Abend führte, konnte als Podiumsgäste neben Dr. Smit auch zwei Vertreter der direkt miteinander widerstreitenden Interessengruppen begrüßen: Jeroen Boot von der Bürgerinitiative „Gegenwind im Reichswald“ e.V. und Stefan Blome, Vorstand der Energiegenossenschaft Kranenburg eG. Als weitere Podiumsgäste waren Hans Hugo Papen, CDU-Fraktionsvorsitzender im Regionalrat Düsseldorf und stellvertretender Vorsitzender im dortigen Planungsausschuss sowie Walter Kanders, Gesellschafter des Windparks Lindchen geladen, die insbesondere zu planungsrechtlichen Fragen Stellung nahmen bzw. über praktische Erfahrungen im Zusammenhang mit Windkraftanlagen berichten konnten.

 

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In der über zweieinhalbstündigen Diskussion stellten die Gegner und Befürworter ihre Positionen und Argumente heraus und standen dem Publikum Rede und Antwort. Hans Hugo Papen informierte über den Fortgang des Verfahrens zur Aufstellung des Regionalplanes für den Regierungsbezirk Düsseldorf, der auf die Genehmigungsfähigkeit der Windkraftanlagen im Reichswald maßgeblichen Einfluss haben wird.

 

Stefan Rouenhoff, der Vorsitzende der Gocher CDU, freute sich über den regen Besuch der Gocher Bürger zur Veranstaltung. „Es ist uns gelungen, die Befürworter und Gegner von Windkraftanlagen im Reichswald zu einer offenen und fairen Diskussion zusammenzubekommen.“ Rouenhoff machte dann nochmals seinen Standpunkt deutlich:Ich bin Befürworter der Erneuerbaren Energien. Jedoch halte ich die Errichtung von Windkraftanlagen in Wäldern, wie dem Reichswald für falsch. Der Reichswald ist das größte, noch zusammenhängende Waldgebiet am linken unteren Niederrhein. Hieran sollte nicht die Axt angelegt werden. Die rot-grüne Landesregierung ist dafür verantwortlich, dass die Errichtung von Windkraftanlagen in Waldgebieten möglich ist. Mit ihrem Windenergieerlass aus dem Jahr 2011 hat die Landesregierung hierfür die rechtliche Grundlage geschaffen.“

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Ähnlich äußerte sich auf der Gocher CDU Veranstaltung auch CDU-Ratsmitglied Walter Meischner und unterstrich nochmals, dass sich die Gocher CDU-Fraktion im Stadtrat kürzlich einstimmig gegen Windkraftanlagen im Reichswald ausgesprochen hatte.