Hat Goch zu wenig Einnahmen oder zu viel Ausgaben ???

 

Diese Frage wurde in den letzten Wochen in den Fraktionen und im Rathaus kontrovers diskutiert.

Die Verwaltung hat durch die Einbringung ihres Haushaltes zum Ausdruck gebracht,
dass ihrer Meinung nach die Einnahmen zu gering sind, um die gestellten Aufgaben zu bewältigen.

Der vorgelegte Haushaltsentwurf saht eine Grundsteuererhöhung um 46% vor.

Der „junge“ Vorstand der Christdemokraten ist der Meinung, beide Positionen gehören optimiert.

Steuererhöhungen in dem vorgeschlagenem Umfang können nicht alleine die Antwort auf die Haushaltslage sein.

Die Fraktion wiedersprach deshalb der vorgeschlagenen massiven Steuererhöhung,

die nunmehr auch mit der weit überwiegenden Mehrheit der Stimmen im Rat um mehr als die Hälfte gegenüber der geplanten Steuererhöhung reduziert wurde.

Im Wahlkampf vertrat der damalige Kandidat und jetzige Bürgermeister, Herr Knickrehm die Meinung, dass sich am ehesten bei der Verwaltung sparen lasse.

Diese Meinungen vertreten auch die Christdemokraten.

Da die Steuererhöhung geringer ausfällt wie geplant, ist nach jetzigem Stand der Dinge bei dem Haushalt 2016 von einem Defizit von ca. 350 T€ auszugehen.

Fraktionsvorsitzender Sprenger kommentierte dieses Defizit in seiner Haushaltsrede.

„Wir erwarten vom Bürgermeister das er  das vorhandene Defizit i.H.v. 350 T€ durch Einsparungen im Sachkostenbereich deckelt.

Dies muss bei einem Haushaltsvolumen von 84 Mio. € möglich sein.

Es kann nicht das Ziel der Politik sein, eine Haushaltssperre zu verhängen, um so Sparsamkeit zu erreichen.“

350 T€ entspricht einer Einsparung von gerade mal 0,4% der Ausgaben, so Marc Groesdonk, stellvertretender Fraktionsvorsitzender bei den Christdemokraten.

Dies ist keine unerfüllbare Forderung, die wir an den Bürgermeister heran tragen. „Da müsste auch noch mehr drin sein“, so Groesdonk.