CDU will sich für Stov-Anlieger einsetzen

Das Gebäude der ehemaligen Gocher Standortverwaltung ist als einsturzgefährdet eingestuft worden. Foto G. Evers

Goch. Der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten im Gocher Stadtrat, Karl-Heinz Bremer, hat sich mit scharfen Worten zur Situation der ehemaligen Bundeswehr-Standortverwaltung an der Reiscop- und Mittelstraße geäußert. Von Ludwig Krause

"Die CDU wird nicht akzeptzieren, dass die Anwohner darunter leiden müssen, dass sich ein Immobilienbesitzer in dieser Art und Weise verhält", sagt Bremer im RP-Gespräch.

Die Ruine ist derart verfallen, dass die Stadt zuletzt sogar die anliegenden Straßen sperren musste. Die Verwaltung hatte den Eigentümer mit einer Ordnungsverfügung aufgefordert, das Gebäude wieder in Stand zu setzen. Anwohner erreichen ihre Wohnungen nur noch über schmale Gehwege. "Wir werden uns nachhaltig für die Bürger einsetzen", sagt Bremer.

Das Thema liege seiner Partei sehr im Magen, betont der Fraktionsvorsitzende. Stadt und alle beteiligten Ämter hätten sich in ihren Maßnahmen korrekt verhalten, meint er. "Die CDU wird aber nicht einfach zusehen, wenn sich dieser Zustand über Monate zieht", sagt Bremer.

Eigentum verpflichte eben - und was der Eigentümer mit dem Stov-Gebäude mache, habe schon "etwas Kriminelles", sagt der CDU-Mann. "Wir erwarten zeitnahes Engagement unter Ausnutzung aller rechtlichen Mittel", stellt der Fraktionsvorsitzende klar. Bis dies geschehen ist, wolle man weiter "Druck auf dem Kessel halten." Derzeit ist fraglich, ob ein Abriss des Gebäudes mittelfristig überhaupt zu vermeiden ist. Anwohner hatten aufgrund der Sperrungen zuletzt Bedenken wegen des Brandschutzes und der notärztlichen Versicherung entlang der Straße geäußert. Beides sei aber absolut gewährleistet, hieß es von offizieller Stelle.

Quelle: RP