Franz Engelen ist 200. Mitglied der Senioren-Union Goch

 

Franz EngelenFOTO: Stade, Klaus-Dieter (kds)

Goch. Der Inhaber von "B.o.s.s." Druck und Medien möchte sich innerhalb des Verbandes insbesondere im Bereich der Kultur einsetzen. Von Emily Senf

Die Senioren-Union Goch hat ein neues Mitglied. Franz Engelen, Inhaber der "B.o.s.s." Druck und Medien GmbH, trat dem Verband Anfang des Jahres bei und bescherte ihm damit eine runde Zahl: 200 Mitglieder zählt die Senioren-Union mit ihm nun. Wenn der 64-Jährige im Sommer seine Firma an seinen Sohn übergibt, will sich Franz Engelen dann vermehrt für die Belange des Verbandes einsetzen. Vor allem im Bereich der Kultur gebe es in seiner Heimatstadt noch Bedarf, findet er.

Franz Engelens politisches Engagement begann in der Jungen Union und setzte sich später während seiner Mitgliedschaft bei der CDU fort. "Politisches Interesse war bei mir schon immer vorhanden", sagt er. Und weil es vor allem die Kultur ist, die ihm am Herzen liegt, schloss sich der 64-Jährige vor gut 30 Jahren der damaligen Bürgerinitiative Goch (BIG) an. "Wir haben uns für das Museum eingesetzt und dabei geholfen, das Langenberg-Haus zu erhalten", sagt der Geschäftsmann, der auch die Kunststiftung mitgründete. "Über die Kultur kann man Gefühle entwickeln und lernt, sich mit Dingen, auch wenn sie kritisch und unliebsam sind, auseinanderzusetzen", meint er.

Derzeit ist er bei der Senioren-Union noch nicht aktiv. Wenn sein Sohn in naher Zukunft sein Unternehmen übernimmt, will Franz Engelen das ändern. Er wünscht sich mehr Räume für Ausstellungen. "Die Infrastruktur muss stimmen", sagt er. "Damit sich die Stadt interessant für Firmen macht, um sich hier anzusiedeln, was dann wiederum Arbeitsplätze schafft."

Die Senioren-Union in Goch besteht seit mehr als 20 Jahren. Einzige Voraussetzung, um dort Mitglied zu werden, ist es, mindestens 60 Jahre alt zu sein. Die derzeit älteste Verbandszugehörige ist die 97-jährige Annemarie Lensing. Überhaupt sei der Frauenanteil im Verband sehr hoch, sagt Beisitzerin Margret Schleife (78). Dazu habe sich die Zahl der Mitglieder in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt, sagt Vorsitzender Wolfgang Pitz. Als Grund nennt der 73-Jährige monatliche Veranstaltungen speziell für Senioren, aber auch Informationsabende über Elternunterhalt und Änderungen im Gesundheitssystem. Doch damit nicht genug: "Wir setzen uns natürlich auch für Jugendliche und für Arbeitsplätze ein", sagt er.

Quelle: RP