Gocher CDU startet Projekt "50plus"

 

Die Veranstaltung war der Auftakt zu einem "etwas anderen Wahlkampf", so Josef Thonnet. Man wolle "die Kandidaten der Bevölkerung näher bringen". FOTO: EVERS

Goch. Im Kastell stellten die Christdemokraten ihre Kandidaten für den Kreistag und den Rat der Stadt Goch vor. Neben einer Handvoll Neulingen ziehen viele bekannte Gesichter in den Wahlkampf. Unter den 20 Kandidaten sind drei Frauen. Von Katrin Reinders RP

Dieses Mal wird anders. Noch persönlicher, noch näher an den Bürgern: der Kommunalwahlkampf der Gocher CDU. So zumindest sieht es der politische Plan vor. Zum Auftakt dieses "etwas anderen Wahlkampfes" stellten die Christdemokraten jetzt im Kastell ihre "Mannschaft 2014" vor. "Wir wollen unsere Kandidaten der Bevölkerung näher bringen", erläuterte Josef Thonnet, Vorsitzender des CDU Stadtverbandes den Hintergrund. Schließlich sei das erklärte Ziel, so die CDUler, die Prozenthürde "50plus" zu nehmen und in sämtlichen Wahlbezirken der Ansprechpartner überhaupt zu sein.

 

 

 

"Diese Mannschaft steht für die CDU Goch - mit Newcomern und erfahrenen Kommunalpolitikern gleichermaßen", sagte der Moderator des Abends, Josef Hondong. Im Anschluss an die Veranstaltung der CDU Senioren Union zum Thema "Elternunterhalt- das Sozialamt bittet Kinder zur Kasse", spielte GochsBand K6 auf und sorgte für den musikalischen Übergang zur großen Vorstellungsrunde. Was folgte, waren zwanzig Rats-Kandidaten, die sich mit der CDU auf die Wahl am 25. Mai vorbereiten. Sie berichteten von sich und aus ihrem Wahlbezirk und erläuterten, warum sie gerne in der Kommunalpolitik mitmischen.

 

"Kommunalpolitik ist die Basis, von dort strahlt alles in andere Bereiche und die nächsten Ebenen aus", hielt Hondong fest, "deshalb ist dieses Engagement so wichtig." Heimatverbundenheit, Vereinszugehörigkeit oder die Entschlossenheit "nicht bloß zu nörgeln, sondern etwas zu tun", wie Kandidat Georg Binn seine Motivation in Worte fasste, seien für sie Antrieb genug, um sich für Goch und die Ortsteile einzusetzen.

 

Themen wie die Melatenstraße, klamme Kassen der Kommunen, Trägerverein Alte Schule Hommersum gehörten ebenfalls dazu. Inmitten von Neulingen, wie beispielsweise Jürgen Hemmers aus Asperden, stellten sich auch "alte Hasen" aus den Reihen der CDU vor. Unter anderem Karl-Heinz Bremer, Josef Thonnet und Johannes Verhoeven blicken auf viele (gemeinsame) Jahre Kommunalpolitik in Goch zurück – und treten erneut zur Wahl an.

Eine Premiere war diese Art der Vorstellung jedoch nicht. Einen ganz ähnlichen, viel größeren Wahlkampfauftakt, mit 500 Gästen, erlebte die Gocher CDU im Kastell schon im Jahr 1999. Gegrilltes, Bigband und Tombola gehörten vor 15 Jahren dazu, als der damalige Gocher CDU-Chef Peter Poell durchs Abendprogramm führte. Getitelt hatte die Rheinische Post damals mit einem Zitat von Stadtdirektor Rudolf Lange, der die CDUler mahnte, das Wahlprogramm glaubwürdig und verständlich den Bürgern zu vermitteln: "Wir sind noch nicht mit der Wurst übern Zaun".

Den Unterschied zur Politik von damals machte Pfalzdorfs Johannes Verhoeven deutlich: "Wir sind nicht mehr so wild wie früher. Stattdessen eine ruhige und harmonische Gruppe geworden." Für Humor war also auch gesorgt.

 

Quelle: RP