Seniorenarbeit - nun mit Facharzt

Goch. Das Team der Aufsuchenden Seniorenarbeit in Goch bekommt Verstärkung. Paul Roeben, bekannt als Internist und Hausarzt, verstärkt die Gruppe. Ohne dabei allerdings in Konkurrenz zu anderen Medizinern zu treten. Von Thomas Claassen, RP

Blutdruck? In Ordnung, sagt Internist Paul Roeben. Das freut Gabi Theissen, die Vorsitzende des Seniorenausschusses. Und Wolfgang Pitz (r.) am meisten. Roeben verstärkt als Berater das Team der Ehrenamtlichen in Goch. FOTO: klaus-dieter stade

Dass die Aufsuchende Seniorenarbeit in Goch, nun rein ehrenamtlich organisiert, schon rundum bekannt ist: Die Geschichte eines Taxifahrers zeigt es. Er hatte eine offenkundig verwirrte Frau als Fahrgast – und informierte im Rathaus flugs das Team der Ehrenamtlichen um Hanni Schulte und Gabi Theissen. Die Vorsitzende des Seniorenausschusses ist froh, dass das viel beschäftigte Team der besagten Seniorenarbeit nun Verstärkung im sprichwörtlichen Hintergrund bekommen hat: den Internisten und Hausarzt Paul Roeben. Weniger, um die alten Menschen direkt zu beraten, sondern als fachkundiger Beistand für das Team selbst: "Wir haben es immer wieder erlebt, dass Mitarbeiter am Telefon in Bedrängnis kommen können. Sollen wir dem Anrufer, der Anruferin raten, sofort einen Arzt zu konsultieren? Braucht jemand unverzüglich Hilfe? Wir sind ja alle keine Mediziner."

Nun sei die Seniorenberatung (immer mittwochs von 10 bis 12 Uhr) ja ohnehin keine medizinische Hotline. Aber Wolfgang Pitz, Vorsitzender der Senioren-Union in Goch und einer der "Väter" der Aufsuchenden Seniorenarbeit, sprach Roeben dennoch an. Als Helfer für die ehrenamtlichen Helfer eben. "Für uns ist es wichtig, dass wir die Qualität der Zusammenarbeit mit den Hausärzten hier in Goch noch weiter verbessern können." Paul Roeben sieht sich, wie er im Gespräch mit der RP betonte, denn auch "in der Rolle des Moderators", der keine direkte Hilfe anbiete und "nicht in fremden Revieren herumwildern" werde, sondern Vermittler, Leuchtturm, Berater sei. "Der Hauptansprechpartner ist und bleibt der Hausarzt." Diese Mediziner hätten schließlich "eine wichtige Funktion als Manager und Lotse, die oft unterschätzt wird". Helfen könne er aber sehr wohl auch ganz konkret einzelnen Personen, die bei der Aufsuchenden Seniorenarbeit anrufen. "Viele Menschen tun sich schwer, ihre Beschwerden zu verbalisieren, in Worte zu kleiden. Wie sage ich es meinem Arzt, worauf kommt es an?" Auf den Punkt zu kommen, sei oft nicht so einfach.

Gute Beziehungen zu den Hausärzten – ein wichtiges Thema. Auch Gabi Theissen sagt, das sei und werde immer wichtiger – zumal in Zeiten, in denen Hausärzte in Goch nicht mehr so reichlich vorhanden sind. Ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, am besten, bevor etwas akut und kritisch wird: Gerade bei den vielen alleinstehenden alten Menschen sei das nicht immer gewährleistet, so Wolfgang Pitz. Die Erfahrungen zeigen das. Da gebe es viele Probleme im Verborgenen. Übrigens nicht nur gesundheitliche im engeren Sinne. Alkoholismus bei alten und einsamen Menschen – das sei auch ein Thema. Darum gehört inzwischen auch ein Mitglied der Anonymen Alkoholiker zum Beraterteam. Pitz: "Wir werden sicher noch mehr Experten bekommen." Seniorentelefon: mittwochs von 10 bis 12 Uhr, 02823 320330.

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